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2014M&a

Aus der "Westerwälder Zeitung": Auf dem Weg zur neuen Großpfarrei

Gläubige aus dem pastoralen Raum Hachenburg kamen zu erstem Arbeitstreffen in Marienstatt zusammen

Von unserer Redakteurin Nadja Hoffmann-Heidrich

 

Zum 1. Januar 2015 soll aus den bisherigen Pfarreien Hachenburg, Bad Marienberg, Mörlen und Nistertal eine neue Großpfarrei werden. „Ein sportliches Ziel“, wie Daniel Rick vom Bischöflichen Ordinariat Limburg bei der Auftaktveranstaltung zum Pfarreiwerdungsprozess im Pastoralen Raum Hachenburg meinte. Für das erste Arbeitstreffen kamen am Montag zahlreiche Gläubige im Alter zwischen 14 und 77 Jahren aus allen vier aktuellen Pfarreien in Marienstatt zusammen.

Bei einem kleinen, humorvollen Quiz zu Beginn des Abends, das von Stephan Geller vom Bezirksamt Westerwald moderiert wurde, zeigte sich, dass die Teilnehmer aus völlig unterschiedlichen Bereichen der gemeindlichen Arbeit kamen und auch auf dem Weg zur neuen Großpfarrei verschiedene Interessen und Fähigkeiten einbringen möchten. „Es ist gut, wenn sich möglichst viele Menschen an diesem Prozess beteiligen“, freute sich Anne Probst, Vorsitzende des Pfarrgemeinderates Hachenburg. Dass es bei der Neustrukturierung einer kirchlichen Einheit nicht nur um Organisation und Termine geht, sondern auch ein innerliches Reifen auf dem gemeinsamen Weg das Ziel sein muss, machten Pfarrer Winfried Roth und Pater Guido Dupont deutlich.

Pfarrkirche der Pfarrei neuen Typs soll die Kirche Maria Himmelfahrt in Hachenburg werden. Diese wird der neuen Einheit auch ihren Namen geben, zudem wird in der Löwenstadt der Sitz des Pfarrers, der Ort des zentralen Pfarrbüros und des Pastoralteams sein. Daniel Rick betonte, dass aber auch alle anderen Kirchen in diesem Gebiet ihre Patronate behalten und Orte der Sakramentspendung bleiben. „Mit der neuen Pfarrei erlöschen nicht alle Traditionen“, so Rick. Sonntägliche Eucharistiefeiern sind weiterhin an allen Kirchorten (mit allen Filialkirchen sind es im Pastoralen Raum neun) möglich, sofern es die priesterliche Besetzung zulässt. Neben dem zentralen Pfarrbüro können weitere Kontaktstellen in der Fläche mit einem Mindestmaß an Öffnungszeiten eingerichtet werden.

Um die Vernetzung aller Pfarreien im Bistum zu vereinfachen, wird in den zentralen Pfarrbüros eine neue IT-Ausstattung installiert, die von Limburg bezahlt wird. Die Kosten für mobiles Arbeiten des Pastoralteams, für neue Möbel und Umbauten werden bezuschusst. In Vermögensfragen der bisherigen Pfarreien tritt die neue Großpfarrei die Gesamtrechtsnachfolge an, heißt: Das gesamte Vermögen der alten Pfarreien inklusive aller Forderungen und Verbindlichkeiten geht auf die neue über. Zur Entlastung des neu zu wählenden Pfarrgemeinderates, der künftig paritätisch oder proportional besetzt sein kann, können Ausschüsse gebildet werden, die sich direkt um Belange in den einzelnen Orten kümmern.

Die Trägerschaft der beiden katholischen Kindertagesstätten in Luckenbach und Hachenburg liegt nach Gründung der neuen Großpfarrei dann auch bei dieser. Integriert werden sollen die Einrichtungen in ein Netzwerk Familienpastoral. Die Idee zu solchen Netzwerken wurde vom Bistum ins Leben gerufen, um für und mit Familien eine nachhaltige Kooperation aufzubauen, an der sich beispielsweise Kitas, Schulen, Beratungsstellen, Familienbildungsstätten und Kirchorte beteiligen können. Ziel ist die bedarfsgerechte Entwicklung von Erziehung, Bildung und Betreuung sowie eine ganzheitliche und niederschwellige, familienbezogene Infrastruktur, die von einem möglichst hohen Maß an Partizipation geprägt ist. Inhaltlich zeichnet sich ein katholisches Familienzentrum dadurch aus, dass es das gesamte Netzwerk der Pastoral einer Pfarrei im Blick hat.

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