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2014Nov

Aus der "Westerwälder Zeitung": Dörfer feiern Heimatfest im Doppelpack

Die benachbarten „Grenzdörfer“ Mörlen und Nauroth feiern 2015 wieder gemeinsam

Von unserer Mitarbeiterin Eva-Maria Stettner

 

Nächstes Jahr steigt wieder ein beliebtes, kreisübergreifendes Heimatfest im Doppelpack: Die Nachbarorte Mörlen und Nauroth (Kreis Altenkirchen) laden vom 2. bis 5. Oktober 2015 gemeinsam zum 9. Heimat- und Erntedankfest ein. Alle Mitglieder des interkommunalen Festausschusses haben sich dafür ausgesprochen, dass zuletzt vor fünf Jahren organisierte Fest 2015 erneut stattfinden zu lassen, und sich kürzlich zu einer ersten Vorbesprechung getroffen.

Vor einigen Tagen nun waren die Bürger beider Gemeinden ins Bürgerhaus Nauroth eingeladen, wo es eine Bilderrevue vom Fest 2010 und Informationen zum derzeitigen Planungsstand gab. Nauroths Ortsbürgermeisterin Gabi Heidrich, die alle auch im Namen ihres verhinderten Amtskollegen Thomas Ax begrüßte, sagte: „Der Festausschuss aus Naurothern und Mörlenern freut sich über jeden, der sich einbringen und mithelfen will.“ Dank vorab galt dem Männerchor Nauroth, der half, einen Termin für das Heimat- und Erntedankfest zu finden und nächstes Jahr auf sein Schlachtfest, das stets am Tag der Deutschen Einheit (3. Oktober) stattfindet, verzichten will.

Gabi Heidrich betonte: „Das Wichtigste ist, dass sich aus den Reihen der Mörlener und Naurother Bevölkerung viele mit Motivwagen und Fußgruppen am Festzug beteiligen.“ Frank Heidrich stellte das bislang geplante Festprogramm vor: Der Freitagabend (2. Oktober) ist in erster Linie für die Jugendlichen gedacht. Da soll im Zelt auf dem Festplatz in Nauroth eine Rocknacht steigen, eventuell mit verschiedenen heimischen Newcomer-Bands. Am Samstagabend (3. Oktober) wird es nur einen knackig kurzen Kommers und alsdann Livemusik mit einer Band geben. Am Sonntagnachmittag (4. Oktober) wird sich wieder als Höhepunkt der Festtage der Festzug an der Altenklosterstraße in Mörlen in Bewegung setzen und, musikalisch begleitet von einigen Kapellen, zum Festzelt nach Nauroth ziehen. Bürger und Vereine sind aufgerufen, den Zuschauern an der gut vier Kilometer langen Festzugstrecke bunte Zugbeiträge rund um die Themen Heimat und Erntedank zu präsentieren. Frank Heidrich setzt auf „zündende Ideen“.

Der Festausschuss hat auch schon einige Ideen, mit denen er auf die Vereine zukommen wird. Am Montag (5. Oktober) wird es einen Frühschoppen zum Festausklang geben – als Oktoberfest mit Haxen, Lederhosen und Dirndln. Weitere Anregungen sind erwünscht. Da die vorangegangenen Feste jeweils großen Anklang fanden, liege die Messlatte hoch.

Auch 2015 wird wieder angestrebt, die Abendveranstaltungen am Samstag und Sonntag mit freiem Eintritt durchzuführen – ebenso den Frühschoppen am Montag. Dafür will man wieder versuchen, Sponsoren zu finden.

Worüber sich der Festausschuss ganz besonders freut, ist, schon zum jetzigen Zeitpunkt einen Sponsor zu haben, ja, sogar ein „Triumvirat“. Gabi Heidrich stellte die Schirmherren des Festes vor: die Brüder Dieter (76), Harald (73) und Lothar Kohlhaas (70) aus Kirchen. „Wir wurden alle drei auf der Grenze zwischen Nauroth und Mörlen geboren – dort steht unser Elternhaus“, verriet Dieter Kohlhaas. Er hatte mit seiner Gattin Renate bereits 1985 und 2001 die Schirmherrschaft beim Heimat- und Erntedankfest übernommen.

Der Erlös des Festes ist stets für soziale Zwecke bestimmt. Rund 30 000 Euro kamen insgesamt dabei schon zusammen und beispielsweise der Lebenshilfe Steckenstein, heimischen Missionaren, örtlichen Vereinen oder dem Kindergarten zugute.

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