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Drei Schwerverletzte nach Unfall bei Mörlen
Polizei Verfolgungsjagd durch unteren Westerwald
M Westerwaldkreis. Im unteren Westerwald jagte die Polizei am Wochenende einen immer noch flüchtigen Audifahrer. Den oberen Westerwald erschütterte ein schwerer Unfall. Polizei und Feuerwehren waren im Großeinsatz. An einer Waldkreuzung der L 287 und K 26 zwischen Neunkhausen und Norken kam es am Samstag um 16.28 Uhr zu einem Unfall mit drei Schwerverletzten, darunter ein Kind. Ein Autofahrer war auf der L 287 von Neunkhausen in Richtung Norken unterwegs. An der Waldkreuzung missachtete er die Vorfahrt eines Autos, das von Mörlen nach Kirburg fuhr. Dabei kam es zu einem Zusammenstoß, bei dem das Auto des Verursachers gegen einen Baum prallte. Die Beifahrerin wurde im Wagen eingeklemmt und konnte nur von der Feuerwehr befreit werden. Alle drei Insassen wurden schwer verletzt, während der Fahrer des anderen Pkw leichte Verletzungen erlitt. Die schwer verletzten Personen wurden in Krankenhäuser eingeliefert. An beiden Autos entstand großer Schaden.
Ohne Verletzte, aber nicht weniger dramatisch, verlief in der Nacht zum Samstag die Verfolgungsjagd zwischen einem Audifahrer und der Polizei, denn die gefährliche Fahrt führte durch viele Dörfer des unteren Westerwaldes. Die Polizei wollte am Samstag um 2.20 Uhr einen Audi mit Kurzzeitkennzeichen kontrollieren und hatte dazu die Haltesignale eingeschaltet. Der Audifahrer jedoch trat aufs Gaspedal und versuchte, zu flüchten. Mehrere Streifenwagen nahmen die Verfolgung auf. In Rennerod streifte der Fahrer in einer Baustelle eine Warnbake. Zwischen Rennerod und Irmtraut musste ein entgegenkommender Wagen in den Graben ausweichen. Ob dabei Schaden entstand, ist noch nicht bekannt, weil sich der Fahrer bislang nicht bei der Polizei gemeldet hat. Die Fahrt verlagerte sich nach Meudt. Auf der breiten Umgehungsstraße fuhr eine Zivilstreife mit Blaulicht mitten auf der Fahrbahn, um den Audi zu stoppen. Der jedoch fuhr rechts an der Zivilstreife vorbei, berührte den Wagen leicht und flüchtete weiter mit sehr hoher Geschwindigkeit durch Moschheim und Wirges. Um weitere Gefährdungen zu vermeiden, wurde die Verfolgung aus Gründen der Verhältnismäßigkeit abgebrochen. Den Audi fand die Polizei später an einer Hauswand in Siershahn. Der Fahrer war offensichtlich zu schnell durch eine Kurve gefahren, durchfuhr einen Gartenzaun und blieb an einer Hauswand stehen. Bei der Fahndung nach dem zu Fuß flüchtigen Audi-Fahrer waren mehrere Streifen der Westerwald-Dienststellen, ein Diensthundeführer und der Polizeihubschrauber im Einsatz. Jedoch konnte der Flüchtige bisher nicht gefunden werden. Zeugen werden gebeten, sich bei der Polizei Westerburg unter Telefon 02663/980 50 zu melden. skw