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2015Okt

Aus der "Westerwälder Zeitung": Bunter Zug von Mörlen nach Nauroth

Tradition Naurother Heimat- und Erntedankfest war nach fünf Jahren wieder ein Riesenerfolg

Von Joachim Weger

Zwei Dörfer, eine Grenze, ein einziges Fest – aber bitte grenzenlos! So könnte man kurz und knapp das Naurother Heimat- und Erntedankfest auf einen Nenner bringen, das jetzt wieder turnusmäßig nach fünfjähriger Pause stattfand. Neben zahlreichen auswärtigen Gästen genoss vor allem die Ortsbevölkerung der beiden Nachbar-Grenzdörfer Mörlen (Westerwaldkreis) und Nauroth (Kreis Altenkirchen) das gemeinsam organisierte Fest in vollen Zügen.

Dazu hatten beide Gemeinderäte und sozusagen der grenzübergreifende Festausschuss schon längst die Weichen gestellt. Nach dem Einstand am Freitag für die Jugend und dem Kommers am Samstag spitzte sich das Fest am Sonntag auf den Höhepunkt zu – auf den großen Straßenumzug von Mörlenüber die Kreisgrenze nach Nauroth. Bei Thomas Maag (Nauroth) und Benjamin Güntzel (Mörlen) vom Organisationsteam hatten sich sage und schreibe 43 Zugpositionen angemeldet, die allesamt ein beachtliches Niveau zeigten. Der weite Themenbogen spannte sich von bunten, ideenreichen Fußgruppen über dörflich-nostalgische Motivwagen, vieles aus Musik, Brauchtum und Vereinswelt – bis hin zum reichen Erntedank sowie zu historischen Geräten und Fahrzeugen.

„Zwei Gemeinden feiern zusammen ein großes Fest – damit dokumentieren wir unser gutes Verhältnis über die Grenze hinweg!“ So bewerteten Nauroths Ortsbürgermeisterin Gabi Heidrich und ihr MörlenerAmtsbruder Thomas Ax die intakte Basis für das traditionelle Heimat- und Erntedankfest. Als Schirmherrn-Trio hatte man die drei gebürtigen Naurother Brüder Dr. Dieter, Lothar und Harald Kohlhaas gewonnen.

Ein paar Tausend Besucher säumten die rund zwei Kilometer lange Zugstrecke. Als „Gemeindediener“ Andreas Krekel die Dorfschelle bimmelte, setzten sich rund 750 Akteure in Trab. Mit flotten Sprüchen moderierte Frank Heidrich auf Nauroths Kirchplatz alle Zugbeiträge. Es flogen viele Kilos Kamellen und Co. durch die Luft, und auch an Kostproben aus Pfanne und Flasche geizte man nicht.

Bereits seit vier Jahrzehnten, seit dem Jahr 1975, wird „hart an der Grenze“ in fünfjähriger Folge das gemeinsame Heimat- und Erntedankfest auf die Beine gestellt. An der bewährten Tradition will man hüben und drüben mit Augenmaß festhalten. Am Montag stand dann als Festausklang in Nauroth ein bayerischer Frühschoppen mit anschließendem Tanz auf dem Programm.

Bilderserie bei der Rhein-Zeitung:

2015Dez

Gesegnete Weihnachten und ein gutes neues Jahr


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2015Dez

Die Ortsgemeinde sagt Danke!


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