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Aus der "Westerwälder Zeitung": Gelungener Heiratsantrag über den Wolken
Beziehung Mörlener unternimmt mit Freundin einen ungewöhnlichen Flug
Von WZ Chefreporter Markus Kratzer
Der Heiratsantrag kam nicht wie ein Blitz aus heiterem Himmel. Nein, eigentlich hatte Michael aus Mörlen schon lange vor, seiner Natalie die alles entscheidende Frage zu stellen. Fünf Jahre sind die beiden schon ein Paar, leben inzwischen in einem gemeinsamen Haus. Aber wie stellt man die Frage aller Fragen am besten? 08/15 wollte der 33-Jährige nicht. „Für eine besondere Frau musste es auch ein besonderer Antrag sein“, verrät er im Gespräch mit unserer Zeitung.
Und besonders wurde es. Nichts ahnend fuhr seine 25-jährige Freundin mit ihm zum Flugplatz nach Ailertchen. „Wir fliegen mal über Mörlen und schauen uns unser Haus von oben an“, verriet Michael nur die halbe Wahrheit. Was Natalie nicht wusste: Zuvor hatte er aus weißer Polyethylen-Folie drei Meter große Lettern gebastelt und die entscheidende Frage auf grünem Grund positioniert.
Und so startete man mit einer einmotorigen Maschine von Ailertchen und nahm nicht nur Kurs auf Mörlensondern im überfliegenden Sinne auch in den Hafen der Ehe. Denn so groß die Überraschung auch war, so flugs hatte Natalie auch ihre Antwort parat: „Ja, ich will.“
„Die Mühe hat sich gelohnt“, blickt Michael jetzt nicht ohne Stolz auf den buchstäblich gelungenen Heiratsantrag zurück. Einen konkreten Termin für die Hochzeit gibt es allerdings noch nicht. „Wir waren in diesem Jahr selbst auf vier Hochzeiten eingeladen, da wäre eine fünfte Trauung doch etwas viel geworden. Deshalb haben wir uns entschlossen, uns 2016 das Jawort zu geben, berichtet der Bräutigam in spe.
Doch der nicht ganz alltägliche Antrag hatte auch noch ein Nachspiel. Denn der Pilot, der Natalie und Michael durch die Westerwälder Luft in den siebten Himmel geflogen hat, war so angetan von der Idee, dass er spontan auf den Geschmack gekommen ist. Und so bat er Michael, zunächst nur das Wort „Natalie“ zu entfernen, den Rest aber liegen zu lassen.
Was der Pilot vorhatte, lässt sich leicht erahnen. Am nächsten Tag nahm er seine eigene Freundin mit auf einen Rundflug, steuerte geradewegs das Feld in Mörlen an und wiederholte den Heiratsantrag. Mit Erfolg. Auch die bessere Hälfte des Piloten ließ sich nicht lange bitten und gab ihrem Freund das Eheversprechen. Dennoch: Weiter vermarkten will Michael seine Idee nicht, und die Folie ist inzwischen auch wieder verschwunden. Doch der junge Mann ist sich sicher, dass jeder einzelne Buchstabe im Herzen seiner Zukünftigen gelandet ist.