Aktuelles-Archiv
Aus der "Westerwälder Zeitung": Mörlener Kirche feiert 150. Geburtstag
Gotteshaus Maria Empfängnis wurde 1866 eingeweiht – Katholiken gehören heute zur Pfarrei Hachenburg
Mörlen. Die Kirche Maria Empfängnis in Mörlen feiert 2016 ihren 150. Geburtstag. Insgesamt blickt die Region auf eine bewegte Kirchengeschichte. So waren beispielsweise die Mörlener Katholiken im Laufe der Historie vier verschiedenen Bistümern zugeordnet – darunter drei Erzbistümern.
Im Mittelalter gehörten die Christen mehrerer Ortschaften der Region zum Kirchspiel Kirburg, das sich auf dem Gebiet des bereits im 8. Jahrhundert bestehenden Haiger-Gaus befand. Hier siedelten im frühen 13. Jahrhundert Zisterziensermönche zunächst auf Flächen, die heute noch den Namen Altenklosterhof beziehungsweise Altenklostermühle tragen und die den Mönchen zu diesem Zwecke per Schenkung überlassen worden waren. Im Jahre 1212 übersiedelten die Mönche in das Tal der Großen Nister und gründeten dort das heutige Kloster Marienstatt.
Die Christen im Kirchspiel Kirburg mussten im Zuge der Reformation mit ihrem Landesherren konvertieren. So entstand die heutige evangelische Kirchengemeinde in Kirburg. Jahre später, als die Konfession unabhängig vom jeweiligen Landesherrn ausgeübt werden konnte, gab es auch in den Dörfern rund um das Kirchspiel Kirburg wieder in zunehmendem Maße katholische Christen. Diese wurden von Geistlichen der Pfarrei Hachenburg seit 1819 offiziell mit betreut.