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Aus der "Westerwälder Zeitung": Neue Seelsorger sind ausgesendet
Kirche Gemeindereferenten sollen Orientierung im Glauben geben
Mörlen/Limburg. Menschen Orientierung im Glauben geben. Dazu hat Bischof Georg Bätzing fünf neue Seelsorger bei ihrer Aussendungsfeier aufgerufen. Zu ihnen gehört Sandra Eidner-Sistig (Mörlen) als Gemeindereferentin. Die 36-Jährige war während ihrer Ausbildung in den Pfarreien Maria Himmelfahrt in Mörlen und St. Adelphus in Salz tätig.
„Wir sind Hinweisgeber, Wegweiser, manchmal auch Begleiter oder Geburtshelfer für den Glauben der anderen und für ihr Zusammenkommen als Gemeinschaft von Christinnen und Christen“, sagte der Bischof am Hochfest des Täufers Johannes im Hohen Dom zu Limburg. Ziel ihres Dienstes müsse sein, „dass Kinder, junge Menschen, Eltern mit ihren Familien, Erwachsene, Kranke, Suchende, Zweifelnde, Starke und Ängstliche, Verliebte und Zupackende, Nachdenkliche und am Ende auch Sterbende den Schritt des Glaubens wagen“ und eine bewusste Glaubensentscheidung treffen. „Dazu zu verhelfen, das ist unsere Sendung“, betonte Bätzing. Er rief die Seelsorger auf, nicht zu „Gipfelstürmern“ zu werden und die Lebens- und Kirchenrealitäten aus der Ferne zu betrachten, sondern mitten unter den Menschen zu sein. „Unser Ort ist der Boden der Tatsachen dieser Erde; es sind die Verhältnisse mitten in der menschlichen Lebensrealität, die sich oft genug als lebensfeindliche Umgebung wie Wüste darstellen“, sagte er.
Zugleich warnte Bätzing vor Überforderung. „Unser kleines Licht brennt rasch aus, und selbst unsere beherztesten Vorhaben stoßen an Grenzen.“ Für den Dienst als Seelsorger brauche es Vertrauen in Gott, Ausdauer, Geduld, gemeinsame Vergewisserung und gegenseitige Bestärkung „Ich wünsche Ihnen, liebe Kandidatinnen und Kandidaten, dass Sie davon ebenso viel als Gabe und Geschenk des Herrn mitbekommen, wie an Glaubensfreude und Zutrauen in ihn. Denn wen er sendet, dem gibt er auch die nötige Kraft.“